10 Praktisch Dinge

1. Anmeldung - Taufsonntage

Wir haben in der Regel einen Taufsonntag im Monat (in der Vakatur seltener). Taufen finden normalerweise in der Johanneskirche in Grüntal statt, auf Wunsch auch in der Bethel-Kapelle Musbach. Termine außer der Reihe sollten beim Pfarramt (07443 / 6356) oder der/dem Pfarrer/in angefragt werden.

Kinder sollten mindestens 4-8 Wochen vor dem gewünschten Termin im Pfarramt angemeldet werden. Besondere Konstellationen (z.B. wenn ein Elternteil konfessionslos ist o.ä.) bitte gleich mit angeben. Erwachsene mögen sich bitte mindestens 8 Wochen im Voraus anmelden.

2. Taufgespräch

Der/die Pfarrer/in macht mit Ihnen ein Taufgespräch aus, das bei Ihnen zuhause stattfinden kann, auf Wunsch aber auch im Pfarramt. Für dieses Gespräch sollten Sie ca. 1 Stunde Zeit einrechnen. Es ist schön und wünschenswert, nicht aber Voraussetzung, wenn Pat/innen anwesend sind. Bei Kindern und Säuglingen kann, wo dies möglich ist, Folgendes schon im Voraus bedacht und besorgt werden:

  • Es sollten alle Erziehungsberechtigten anwesend sein, oder zumindest eine schriftliche Einverständniserklärung des/der nichtanwesenden Erziehungsberechtigten vorliegen.
  • Die Geburtsurkunde „für religiöse Zwecke“
  • Das Stammbuch, sofern Sie eine Eintragung der Taufe möchten
  • Wenn möglich bereits die sogenannten „Patenbescheinigungen“ der Pat/innen, welche diese auf den für Sie zuständigen Pfarrämtern besorgen können (gibt es bei allen sog. ACK-Kirchen).
  • Ein Dimissoriale, falls Sie und der Täufling nicht in unserer Gemeinde wohnen. Dieses bekommen Sie auf dem für Sie zuständigen Pfarramt (wo sie wohnen)

3. Paten und Patinnen

Sie können einen oder mehrere Pat/innen berufen, die in besonderer Weise die Taufe bezeugen und Sie bei der christlichen Erziehung Ihres Kindes unterstützen und für die Patenkinder beten. Es handelt sich dabei um ein kirchliches Amt, das mit der Konfirmation des Täuflings endet. Erwachsene Täuflinge haben somit keine Pat/innen. Das Patenamt endet auch, wenn die/der Pat/in aus ihrer/seiner Kirche konfessionslos wird.

Sie können mehrere Pat/innen bestellen, zwei sind üblich. Absprachen, wie Sorgerechtsdinge o.ä. sind nicht Teil des kirchlichen Amtes, sondern rein private Absprachen.

  • Ein/e Pat/in muss Mitglied einer Evangelischen Landeskirche sein, denn Paten sollen ja die christliche Erziehung in evangelischer Ausprägung unterstützen.
  • Weitere Taufpaten müssen einer der christlichen Kirchen angehören, die in der ACK zusammenarbeiten (Infos unter: http://www.oekumene-ack.de).
  • Konfessionslose können als besondere Taufzeugen die Taufe bezeugen, können aber kein kirchliches Amt übernehmen.

Die anwesende Gemeinde bezeugt die Taufe ebenfalls. Sie können aber zusätzlich besondere Taufzeugen benennen oder welche (von/m Pfarrer/in) vorschlagen lassen (z.B. Kirchengemeinderät/innen).

„Was können Pat/innen schenken?“ wird häufig gefragt. Es empfehlen sich Dinge wie Kinderbibeln, Gebetswürfel, Taufkerze u.ä., welche einen ersten Schritt darstellen in der Unterstützung der Eltern bei der christlichen Erziehung.

4. Taufspruch

Jeder Täufling bekommt einen Taufspruch zugesprochen, der ihn in seinem Christenleben leiten und begleiten soll. Diesen können Sie auswählen. Eine mögliche Auswahl finden Sie hier als download (pdf).

„Irische Segenswünsche“ oder Liedstrophen sind auch eine schöne Sache, die wir Ihnen oder dem Kind zusätzlich zusprechen können, aber Sie sind nicht geeignet als Taufspruch. Es muss ein Bibelwort sein.

Wenn es Ihnen angenehmer ist, sucht auch gerne die / der Pfarrer/in einen Taufspruch aus.

5. Beteiligung von Pat/innen, Freunden, Angehörige, Liedwünsche

Es ist eine sehr schöne Sache und macht den Gottesdienst zu etwas ganz besonderem, wenn sich Pat/innen oder Menschen aus Ihrer Verwandtschaft oder Bekanntschaft im Taufteil des Gottesdienstes einbringen, z.B. mit einem besonderen Wort an den Täufling, einem Lied oder Musikstück, oder der Beteiligung am Fürbittgebet für den Täufling.

Das muss aber rechtzeitig mit dem/der Pfarrer/in abgesprochen werden und der Beitrag sollte zu einer Taufe passen.

Sollten mehrere Taufen in einem Gottesdienst sein (bis zu 4) und aus allen Familien ein Beitrag gewünscht werden, muss dies mit allen Beteiligten besprochen werden.

Auch können Sie sich ein Tauf- oder Segenslied für den Täufling wünschen, das wir gemeinsam als Gemeinde singen. Bei mehreren Tauf-Familien muss das ebenfalls abgestimmt werden.

6. Getauft wird „in die Gemeinde“ also auch in ihrer zentralen Lebensäußerung, dem Gottesdienst

Taufen finden in einem Sonntagsgottesdienst statt bei dem die Gemeinde anwesend ist. Eine Ausnahme ist dann, wenn wir gemeinsam eine TRAUFE begehen, d.h. die zeitgleiche Trauung des Paares und die Taufe eines der Partner oder eines gemeinsamen Kindes. Dann ist die Taufe im Traugottesdienst integriert.

Privattermine samstags oder Sonntag nachmittags sind nicht vorgesehen und nur in begründeten, seelsorgerlichen Ausnahmefällen (Gespräch mit Pfarrer/in) möglich.

Taufen finden in unserer Gemeinde integriert im Sonntagsgottesdienst statt und zwar vor der Predigt/Ansprache des Pfarrers.

Sie werden eingeleitet durch die/den Pfarrer/in, einem Tauflied und den Schriftlesungen (Bibelzitate) zur Taufe, auf welche die Gemeinde mit dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis (Das apostolische Glaubensbekenntnis EG 686) antwortet. Erwachsene Täuflinge sollten es auswendig mitsprechen können und über dessen Sinn informiert sein. Danach kann eine Erklärung oder Kurzansprache der/des Pfarrein folgen, ein Lied o.ä.

Dann ruft die/der Pfarrer entweder die anwesende Tauffamilie nach vorne zum Taufstein oder bittet alle anwesenden Tauffamilien mit den Pat/innen aufzustehen und fragt diese: Liebe Eltern und Paten, von der Kirche berufen, frage ich Euch vor Gott und dieser christlichen Gemeinde: Wollt Ihr, dass Euer Kind auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja ich will!

Antwort der Eltern und Paten: Ja, ich will!

Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass Euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird? So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!

Antwort der Eltern und Paten: Ja, mit Gottes Hilfe!

Bei Erwachsenen sind die Fragen in Anredeform formuliert: Willst Du auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden und mit uns Gemeinschaft halten an Gottes Wort und Sakrament? So antworte: „Ja, ich will“!

Antwort Täufling: Ja, ich will!

Danach werden alle Täuflinge mit den Familien und Pat/innen in alphabetischer Reihe nach vorne zum Taufstein gebeten und die Taufhandlung wird vollzogen. Es muss dabei Wasser fließen. Bitte beachten Sie dies bei der Auswahl der Kleidung des Täuflings (spezielle Taufkleider sind nicht notwendig, können aber eine schöne Familientradition sein), vor allem aber bei der Gestaltung der Frisur (Blumenkränzchen u.ä.).

Danach wird ihnen die Hand aufgelegt und ein besonderer Segen über dem Täufling ausgesprochen. Es folgt der Zuspruch des Taufspruches.

Wenn alle Täuflinge getauft sind, werden die Taufkerzen an die Väter übergeben, entzündet und brennend auf den Taufstein gestellt. Bei langen, dünnen Kerzen, bitten wir Sie, geeignete Kerzenständer mitzubringen.

Ein Gebet beschließt den Taufteil des Gottesdienstes.

Dies ist ein Grundgerüst, das Ihnen helfen soll sich zurecht zu finden. Änderungen durch Beiträge aus der Familie usw. sind möglich, müssen aber abgesprochen werden.

Der Gottesdienst wird „normal“ fortgesetzt. Sollten Sie einen Säugling zur Taufe bringen und dieser entwickelt auf einmal einen Heißhunger auf Muttermilch, oder ist über das normale Maß hinaus mitteilungsbedürftig, können Sie getrost während des Gottesdienstes (z.B. der Predigt) die Sakristei oder den Kirchenvorplatz aufsuchen um das Kind zu beruhigen.

7. Taufkerze

Der Täufling soll eine Taufkerze bekommen, die ihn an die eigene Taufe erinnern soll. Wir entzünden diese an der Altarkerze und übergeben Sie mir einem Bibelwort an die Familie. Man kann diese Kerze dann z.B. jährlich am Tauftag entzünden und dem Täufling ihre Bedeutung erklären, ein schöner Anlass für die Aufgabe der christlichen Erziehung.

Diese Kerze mögen Sie bitte selbst besorgen und zum Gottesdienst mitbringen. Man kann schöne, verzierte Kerzen in allen christlichen Buchläden (und darüber hinaus), im Internet usw. erwerben oder eine weiße Kerze selbst verzieren. Am besten eignen sich dicke Kerzen. Dünne, sehr lange Kerzen haben einen schlechten Stand.

8. Blumenschmuck

Die Mesnerin (Grüntal: Fr. Lörcher 07443 / 4884 oder Musbach: Fr. Flaschenträger 07443 / 20417) wird den Taufstein herrichten. Sollten Sie dafür besondere Wünsche haben, setzen Sie sich bitte mit Ihr in Verbindung. Spezielle Blumenwünsche o.ä. müssen von der Familie in Absprache mit ihr selbst organisiert werden.

9. Fotografieren und Filmen

Bitte weisen Sie Ihre Taufgesellschaft darauf hin, dass während des Gottesdienstes nicht fotografiert werden darf. Möglich ist dagegen eine Videoaufnahme ohne künstliches Licht von einem festen Platz (Stativ) aus. Selbstverständlich dürfen die Aufnahmen nur für den privaten Gebrauch verwendet werden.

Sie können in Grüntal auf Wunsch einen Kassettenmitschnitt des Gottesdienstes erhalten. Bitte teilen Sie dies rechtzeitig der/dem Pfarrer/in bzw. Fr. Lörcher (07443 / 4884) mit.

10. Kosten und Opfer

Es fallen von Seite der Gemeinde keine Kosten für sie an (Kosten für besondere Blumen, Chöre, Bands o.ä., die Gagen verlangen usw., sind Privatsache). Sie sind natürlich, wie alle anderen Gottesdienstbesucher, eingeladen am Ende des Gottesdienst, wenn Ihnen danach ist, ein Opfer in die Opferkästchen einzuwerfen.