10 Praktische Dinge

Sie wissen, dass jedes Fest eine sorgfältige Vorbereitung braucht. So natürlich auch Ihre kirchliche Trauung. Die folgenden Hinweise sollen Ihnen helfen, an die wichtigsten Dinge zu denken, damit das Fest gelingt und schön wird:

1. „Wir würden gerne heiraten ...“

Wenn Sie sich kirchlich trauen lassen möchten, sollten Sie Ihren Wunschtermin so bald als möglich mit der/dem Pfarrer/in abstimmen. Es gibt immer wieder Wochenenden, die aus verschiedensten Gründen nicht möglich sind.

Informationen erhalten Sie beim Evangelischen Pfarramt unter der Nummer 07443 / 6356 oder der Mail-Adresse: pfarramt @ev-kirche-gruental.de. „Hier werden Sie geholfen!“

Hier sollten Sie auch gleich besondere Konstellationen angeben (z.B. wenn einer der beiden Partner geschieden ist, keiner Kirche angehört u.ä.), weil dann manchmal mehrere Schritte (oder Gespräche) notwendig sind. Relativ unproblematisch ist die Trauung von einer/m Evangelischen und einer/m Partner/in, die/der Mitglied in einer der ACK-Kirchen ist. (Informationen, welche Kirchen dazu gehören unter: http://www.oekumene-ack.de)

2. Das Traugespräch

Einige Zeit vor der Trauung (möglichst frühzeitig) sollten Sie mit der Pfarrerin / dem Pfarrer ein Gespräch über Ihre Trauung vereinbaren. Dazu sollten Sie mitbringen:

  • Ihre Tauf- und Konfirmationsdaten (Sofern Sie nicht in unserer Gemeinde wohnen)
  • Die Grunddaten Ihrer Eltern (Adresse und Geburtstag)
  • Eine sogenannte „Dispens“, wenn einer von Ihnen römisch-katholisch sein sollte. Dies bekommen Sie auf dem für Die zuständigen katholischen Pfarramt. Dieses kann aber auch nach dem Gespräch „besorgt“ werden.
  • Ein sogenanntes „Dimissoriale“ wenn weder Sie noch Ihr/e Partner/in in unserer Gemeinde wohnen, noch ein Elternteil von einem von Ihnen beiden. Dieses bekommen Sie auf dem für Sie zuständigen evangelischen Pfarramt.
  • Wenn Sie diese bereits haben sollten, eine Bescheinigung über die vollzogene standesamtliche Trauung, bzw. das „Stammbuch“. Dies kann aber auch erst am Tag der Trauung nachgereicht werden (z.B. wenn Sie am selben Tag standesamtlich und kirchlich heiraten oder an zwei Tagen nacheinander)

3. Der Trautext

Sie bekommen bei der Trauung einen Trautext (Bibelwort), der Sie als Leitspruch für Ihre Ehe durchs Eheleben begleiten soll. Dieser wird in der Trauansprache eine zentrale Rolle spielen. Möglich ist zum Beispiel einer Ihrer Konfirmationsdenksprüche, aber auch jeder denkbar andere, der Ihnen für Ihre Ehe gut und richtig erscheint.

Beliebt sind: 1. Mo. 2,18;    Rut 1,16;    Spr 5,15-19;    Spr. 18,22;    Mth. 19,4-5;    Pred. 3,1-8;    Pred. 4,9-12;    Hld. 8,6-7a ;    Eph 5,25-28+33;    Kol. 3,13 und natürlich 1. Kor. 13,4-7.

4. Lieder und Musik 

A. Die Liedauswahl

Wie in jedem Gottesdienst soll auch beim Traugottesdienst gemeinsam gesungen werden. Vorgesehen sind drei bis vier sogenannte „Gemeindelieder“. Diese dürfen Sie gerne selbst auswählen. Sie sollten Ihnen möglichst bekannt sein, damit Sie auch mitsingen können. Bedenken Sie bei der Auswahl auch, wie sich Ihre Hochzeitsgesellschaft zusammensetzt. Auch die Oma freut sich, wenn sie ein oder zwei Lieder mitsingen kann.

Ansonsten sind Sie in Ihrer Auswahl frei. Sollten Sie nur Lieder singen möchten, die nicht im Gesangbuch stehen, bitten wir Sie dies mit der Pfarrerin/ dem Pfarrer abzustimmen und evtl. auch mit der- bzw. demjenigen, der den Gemeindegesang begleiten soll (Organist/in, Keyboarder/in usw.).

Falls Sie kein eigenes Gesangbuch (EG) besitzen, können Sie gerne auch eines bei uns ausleihen. Die / der Pfarrer/in steht Ihnen natürlich auch mit Vorschlägen zur Verfügung.

Im Normalfall wird der Gottesdienst von unserem Kantor Heinrich Albrecht (Dornstetten 07443 / 8268) begleitet Sollten Sie eine/n andere/n Organist/in wünschen, bitten wir Sie diese/n selbst anzufragen und dies möglichst frühzeitig mitzuteilen.

B. Sonstige musikalische Beteiteiligungen

Es gibt Ihrem Gottesdienst einen festlichen Charakter, wenn er in besonderer Weise musikalisch gestaltet wird. Möglich sind z.B. Chöre, klassische Quartette oder Einzelinstrumente, Solisten usw.. Ebenso möglich sind natürlich alle Arten von „modernen“ Bands oder Solisten oder auch Lieder von CD.

Bitte bedenken Sie bei der Auswahl, dass die Musik zu einer kirchlichen Feier, besonders einer Hochzeit, passen sollte: Eric Claptons „Tears in heaven“ ist z.B. zwar melodisch wunderschön, aber nicht unbedingt bei einer Trauung geeignet.

Falls Sie besondere musikalische Wünsche haben, bringen Sie das bitte im Traugespräch ein oder informieren die/den Pfarrer/in möglichst früh.

5. Mitwirkung von Verwandten und Freunden im Gottesdienst

Es ist sehr schön und wünschenswert, wenn Verwandte oder Freunde Ihren Gottesdienst mitgestalten. Sie können z.B. das Fürbittengebet sprechen, einen Psalm lesen, die Schriftlesung übernehmen. Dies sollte aber im Vorfeld mit der/dem Pfarrer/in abgesprochen werden - bis allerspätestens 2 Wochen vor der Trauung.

6. Blumenschmuck und Blumen streuen

Wir bitten Sie den Blumenschmuck für den Altar (Taufstein und Bankreihen auch möglich) selbsttätig zu organisieren. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie den Blumenschmuck nach Ihrer Trauung (für den Sonntagsgottesdienst) in der Kirche belassen. Falls eine weitere Trauung an Ihrem Hochzeitstag ist, empfehlen wir, sich mit dem anderen Brautpaar über den Blumenschmuck zu verständigen.

Bitte nehmen Sie rechtzeitig vor Ihrer Trauung mit unserer Mesnerin Bettina Lörcher Kontakt auf ( Tel. 07443 / 4884), z.B. zu einem Besichtigungstermin für den/die Florist/in

Bäumchen am Treppenaufgang werden, wenn gewünscht, ebenfalls von Ihnen organisiert. Diese sollten spätestens am darauffolgenden Montag wieder abgebaut sein.

Wegen des Sandsteinbodens dürfen in der Kirche keine echten Blumen gestreut werden, künstliche Blumen dagegen sind möglich. Gegen Blumen draußen vor der Kirche gibt es keine Einwände. Nicht gerne sehen wir das Streuen von Reis. Reis ist ein Lebensmittel, das man nicht vergeuden sollte.

6. Fotografieren und Filmen

Bitte weisen Sie Ihre Hochzeitsgäste darauf hin, dass während des Gottesdienstes in der Johanneskirche nicht fotografiert werden darf. Möglich ist dagegen eine Videoaufnahme ohne künstliches Licht von einem festen Platz (Stativ) von der Empore aus. Selbstverständlich dürfen die Aufnahmen nur für den privaten Gebrauch verwendet werden.

Sie können auf Wunsch einen Kassettenmitschnitt des Gottesdienstes erhalten. Bitte teilen Sie dies rechtzeitig der/dem Pfarrer/in bzw. Fr. Lörcher (07443 / 4884) mit.

7. Ringtausch, Liedblatt und Fernsehhochzeit

In den letzten Jahren wird es immer häufiger gewünscht, dass die Ehepartner sich bei der Traufeier gegenseitig die Eheringe, welche die lebenslange Bindung gegenständlich ausdrücken sollen, anstecken. Dies sollten Sie nach Möglichkeit bereits im Traugespräch äußern. Es ist ein schöner Brauch, dem wir sehr gerne nachkommen.

Liedblätter sind, falls Sie diese wünschen, selbst zu erstellen. Eine Vorlage zum Kopieren kann auf Wunsch mit der/dem Pfarrerin abgesprochen werden.

Amerikanische Praktiken wie z.B. die Brautzuführung durch den Brautvater oder den Kuss nach der Beantwortung der Traufrage, sind zwar schön, passen aber eigentlich nicht zu einer schwäbischen Hochzeit. Übrigens sind diese zwar im TV wirksam, aber weit unmoderner als man meint. Die Brautzuführung entstammt dem antiken Stammesrecht: Das Sippenoberhaupt übergibt nach Bezahlung des Brautpreises die Frau (die als Eigentum betrachtet wurde) an die neue Sippe (den neuen Eigentümer). Dies entspricht zu Recht wohl kaum unserer Vorstellung der Rechtsstellung der Frau. Im begründeten Fällen (z.B. besondere Familientradition u.ä.) kann sie dennoch gemacht werden.

Sonstige besondere Riten aus anderen Kulturräumen usw. können im persönlichen Gespräch mit der/dem Pfarrer/in geklärt werden.

8. Fürbitte im Gottesdienst VOR der Trauung.

Eine kirchliche Trauung ist eine öffentliche Sache, welche die ganze Gemeinde betrifft. Deshalb denkt die Gemeinde in den Gottesdiensten am Sonntag vor Ihrer Trauung in der Fürbitte an Sie. Sie sind herzlich eingeladen, mit Ihren nächsten Verwandten dabei zu sein.

9. Trautag

Sie sind gebeten spätestens am Trautag ihr Stammbuch mitzubringen.
Ob Sie bereits vor der Trauung die ganze Hochzeitsgesellschaft begrüßen möchten oder erst ganz kurz vor Beginn des Gottesdienstes kommen wollen, bleibt Ihnen überlassen. Sie sollten es aber mit der/dem Pfarrer/in absprechen.

10. Kosten und Opfer

Für alle Leistungen, die von Pfarrer/in, Organist und Mesnerin erbracht werden, fallen für Sie keine Kosten an. Andere Organist/innen, Bands usw. haben ihre eigenen Regelungen, die sich unserer Kenntnis oder Einfluss entziehen. Das sollten Sie individuell in Erfahrung bringen.

Wir rufen die Festgemeinde auf, wenn jemandem danach zu Mute ist, ein Opfer in die Opferkästchen einzulegen. Es wird in der Regel für die Aufgaben der Kirchengemeinde verwendet. Sollten Sie einen anderen Opferzweck (GFM, einen Missionar, den Sie unterstützen o.ä.) wünschen, sollten Sie dies rechtzeitig vorher mit der/dem Pfarrein besprechen, da dies evtl. noch im Kirchengemeinderat besprochen werden muss.

Natürlich sind Sie selbst auch eingeladen, wenn Ihnen danach ist, ein Opfer einzulegen oder nach der Trauung im Pfarramt abzugeben.